Seminare


Bei den Seminaren wird zwischen Vortragsseminar (VS) und Praxisworkshop (PW) unterschieden:


Übersicht


Seminarblock A


Marion Schowalter

A01


Angststörungen (VS)
Das Seminar vermittelt eine Übersicht über Entstehungsbedingungen, Erscheinungsbild und Therapiemöglichkeiten von Angststörungen. Außerdem werden Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt, auf die Seelsorger/-innen und Berater/-innen bei Ratsuchenden mit Angststörungen stoßen können.

Leitung: Marion Schowalter

Anke Thomas

A02


Therapie mit traumatisierten Flüchtlingen (VS)
Psychotherapie mit traumatisierten Flüchtlingen im Dolmetscher-Setting: wie kann das funktionieren? Ich berichte aus 15 Jahren Erfahrung mit dieser Herausforderung über Schwierigkeiten, Grenzen, kulturelle Klippen und tiefe Freude an dieser Arbeit.

Leitung: Anke Thomas

Henning Freund

A03


Christen behandeln Christen - Vor- und Nachteile einer Therapeut-Klienten-Passung in Glaubensfragen (PW)
Gläubige Christen suchen bevorzugt Hilfe bei gläubigen Beratern und Therapeuten. Dort fühlen Sie sich auf der Basis eines gemeinsamen Wertesystems meist sicher und vertraut. Doch wie sieht es mit der Behandlungsqualität einer solchen Konstellation aus? Wir werden zu dieser Frage Forschungsergebnisse kennenlernen u. Praxiserfahrungen austauschen. Ziel ist es, die Auswirkungen von Vertrautheits- versus Fremdheitserfahrungen im Glaubensbereich auf den Behandlungsverlauf besser ausloten zu können.

Leitung: Henning Freund

Maximilian Zöttl

A04


ADHS zwischen Selbsterkenntnis und Entdeckung der Welt (VS)
Mit einer geschätzten Prävalenz von 5 % ist die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) mitten unter uns. Jenseits von Zappelphilipp und Hans-Guck-in-die-Luft, aber aufgrund langjähriger klinischer Erfahrung in Deutschland und England exploriert der Vortrag ADHS als Herausforderung und Chance für den Einzelnen, als Teil unserer Evolution und Menschwerdung und als Grundlage der Entdeckung und Gestaltung der Welt.

Leitung: Maximilian Zöttl

Rolf Sons

A05


Gott innig lieben - Protestantische Mystiker von Martin Luther bis Dag Hammarskjöld (VS)
Karl Rahners prophetisches Wort "Der Fromme der Zukunft wird ein Mystiker sein" scheint zunehmend bestätigt. Mystik ist wieder in. Viele verbinden damit außerordentliche, geheimnisvolle und besondere Glaubenserfahrungen. Wir wollen innerhalb unseres Seminars die Geister unterscheiden und fragen daher, was wir unter christlicher Mystik verstehen. Was verleiht ihr Konturen? Wo liegen Grenzen und Herausforderungen? Wie kann Mystik heute zu tieferer Gottesliebe inspirieren. Dabei konzentrieren wir uns auf verschiedene evangelische Persönlichkeiten.

Leitung: Rolf Sons

Ulrike Duffing

A06


Die christliche Brille absetzen - Unterhaltungen und „über“ Haltungen im interreligiösen Dialog (VS)
Religiöse und kulturelle Vielfalt bildet sich inzwischen überall, bis in kleine Kommunen hinein, ab. Deutschland ist Einwanderungsland. Wir stehen vor der Herausforderung, in kurzer Zeit lernen zu müssen, mit vielen anderen Ethnien, Kulturen und Religionen zusammenzuleben. Wie können wir gute Nachbarn sein? Wie verhält sich eine Religion zu den anderen? Wie können wir zusammenleben ohne dauernd um die Wahrheit zu streiten? Wir hören, wie interreligiöser und -kultureller Dialog gelingen kann, bekommen Impulse für den Alltag und erweitern unsere Handlungsfähigkeit.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 25

Leitung: Ulrike Duffing

Wolfram Soldan

A07


Kultivierte Unsicherheit – Wie verwandle ich eine Schwäche in eine Stärke (PW)
"Kultivierte Unsicherheit – wie verwandle ich eine Schwäche in eine Stärke" ist ein vom Gestalttherapeuten Frank Staemmler geprägter Begriff. Im Workshop kommen Sie in Berührung mit einem neuen Umgang mit Unsicherheit: Eigene Unsicherheiten „zu kultivieren“ statt zu verleugnen, kann eine Beziehungsatmosphäre schaffen, die ein Katalysator für heilsame Veränderungen wird und auch diagnostisch neue Erkenntnisse erbringt – eine besondere Chance gerade für Christen.

Leitung: Wolfram Soldan

Andrea Du Bois

A08


Tanz mit Dir - Tanztherapie in Praxis und Theorie (PW)
In dem Seminar kann erfahren werden, wie mit einfacher Anleitung jede(r) mit sich selbst in Berührung kommt und dadurch Fremdes entdeckt und Vertrautes belebt werden kann. So wird das Körper-Seele-Geist-Konzept, die Grundlage für die Wirksamkeit der Tanztherapie, im Sinne von leiblichem Erleben, emotionalem Erfahren und kognitivem Verstehen greifbar.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 21

Leitung: Andrea Du Bois

Gisela Bullermann

A09


Die heilsame Kraft der Sprache (PW)
Das „Lingva Eterna“ Sprach- und Kommunikationskonzept lenkt den Blick auf Wortschatz und Satzbau. Oft spüren Menschen Druck und fühlen sich fremdbestimmt. Der Satz: „Wann müssen wir losfahren?“ verstärkt dies. „Wann werden wir losfahren?“ klingt anders. Die Referentin zeigt lösungsorientierte, neue Wege der Kommunikation auf. Im Workshop erproben die Teilnehmer/-innen die Kraft der Sprache an praktischen Übungen und erfahren die wohltuende Kraft von heilsamen Worten.

Leitung: Gisela Bullermann

Ingrid Zehendner

A10


Malen, mich entdecken, Mut zu mir finden –Das Fremde in mir sichtbar machen (PW)
Wenn Worte nicht reichen, können Pinsel, Farben und Stifte helfen. Bilder machen sichtbar, was innerlich bewegt. Beim Malen kann Vergessenes und Verschüttetes entdeckt, Ängsten und Sehnsüchten begegnet, Hoffnung, Vertrauen und Zweifel ausgedrückt werden. Man kann bei sich selbst ankommen und sich vielleicht an Anteile wagen, die fremd (geworden) sind. Kunsttherapie kann unterstützen und anregen, Ressourcen aufdecken und Mut machen, das „Eigene“ zu erleben. In einfachen Übungen kann man ausprobieren, Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 12

Leitung: Ingrid Zehendner

Andreas Akert

A11


Wie wir die "verletzten inneren Kinder" zu Gott bringen können (VS)
Dem "verletzten inneren Kind" (Patient/-innen oder uns selbst) ist Gott häufig fremd. Es kennt Gott gar nicht oder Erlebnisse mit Bezugspersonen werden auf ihn übertragen.
In diesem Workshop wird anhand von Fallvignetten gezeigt, wie "verletzte innere Kinder" durch eine imaginative Technik Gott begegnen können und wie sich dadurch oft die ganze Person verändert.

Leitung: Andreas Akert

Ingeborg-Maria Leder

A12


In der Stille mir selbst und meinem Gott begegnen - Dynamik ignatianischer Exerzitien als ein Weg in die innere Freiheit (PW)
Einführung in Methode und Dynamik der ignatianischen Exerzitien im Überblick. Gemeinsame Einübung der ignatianischen Gebetsweise mit einem Evangelientext.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 16

Leitung: Ingeborg-Maria Leder

Wolfram Köny und Uwe Simon

A13


Das Leiden am Fremden in mir. Ansätze zur Integration (PW)
Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Auf solche Leitsätze treffen wir in Therapie und Seelsorge häufig. Sie sind Nährboden für Beziehungslosigkeit, Unsicherheit, Doppelmoral, Zwang, Sucht und emotionale Instabilität. Gibt es Angst und Leid vor dem Abgespaltenen nur beim Hilfesuchenden? Wo sind meine blinden Flecken? Anhand unserer persönlichen Reflexion und praktisch-therapeutischen Erfahrungen aus dem Klinikalltag wollen wir in diesem Praxisworkshop therapeutische Strategien zur Integration erarbeiten.

Leitung: Wolfram Köny und Uwe Simon

Alexandra Gutmann

A14


Gewalt in Migrationskontexten – häusliche Gewalt und Zwangsheirat sowie Menschenhandel und Zwangsprostitution (VS)
Sowohl häusliche Gewalt als auch Menschenhandel betreffen Migranten wie Deutsche – auf Täter- und auf Opferseite. Die auslandspezifische Hilflosigkeit, wie sie der Gesetzgeber formuliert, und die teils begrenzte Selbstwahrnehmung als Opfer, stellen betroffene Migranten wie das Hilfesystem jedoch vor besondere Schwierigkeiten. Mitarbeitende in Beratung, Medizin und Bildung können, für Gewalt in Migrationskontexten und rechtliche Rahmenbedingungen sensibilisiert, wertvolle Unterstützung leisten.

Leitung: Alexandra Gutmann

Michael Kraus

A15


Sprach- und Kulturgrenzen überschreiten. Seelsorge und Therapie im globalen Dorf (PW)
Christlicher Glaube war von Beginn an eine multikulturelle Bewegung. Heute begegnet uns die weltweite Kirche quasi schon an der Haustür. Wie kann seelsorgerlich-therapeutisches Handeln über Kulturgrenzen hinaus gelingen? Modelle, Herausforderungen und Potential von Einzelgesprächen und der Kooperation mit muttersprachlichen Gemeinden werden diskutiert. Ein praktischer Schwerpunkt wird dolmetschervermittelte Arbeit sein.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 25

Leitung: Michael Kraus

Joachim Kristahn

A16


Wie kann ein Leben mit AD(H)S gelingen (VS)
Wer selbst betroffen ist oder betroffene Klienten hat, der hat sich sicherlich schon gefragt, wie ein Leben mit AD(H)S gelingen kann und warum es öfters als erwartet Schwierigkeiten und Brüche gibt.
Welche persönlichen Stärken, die zu entdecken und zu fördern sind, können damit verbunden sein? Was bedeutet AD(H)S für die Berufswahl, Partnerwahl und im Freundeskreis? Wie können wir – auch aus einer biblischen Perspektive heraus - mit dem inneren Schmerz umgehen?

Leitung: Joachim Kristahn

Simon Forstmeier

A17


Lebensrückblickinterventionen in der Alterspsychotherapie (VS)
Nicht selten blicken ältere Menschen auf ihr Leben zurück. Ein ressourcen- und bewältigungsorientierter Rückblick wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Lebensrückblickinterventionen sind dann besonders wirksam, wenn sie strukturiert sind und reflexive Anteile enthalten. Im Workshop werden die Prinzipien eines strukturierten Lebensrückblicks beschrieben sowie die Anwendung auf verschiedene Zielgruppen beschrieben.

Leitung: Simon Forstmeier

Marco Gfeller

A18


Tai Ji und Qi Gong - jahrtausendalte Erfahrungspraktiken: Kompatibel mit dem Christ sein? (PW)
Wohltuende eigene Körpererfahrungen in einer kopflastigen, ökonomisierten und von äußeren Statussymbolen geprägten Welt sind entspannend, entlastend und stärkend. Im Praxisworkshop gehen wir der Frage auf den Grund, ob Christsein und ein begeisterter Tai Ji/Qi-Gong-Übender zu sein ein Widerspruch ist. Außerdem wird die Möglichkeit für Selbsterfahrung mit Qi Gong Übungen bestehen und eine Diskussion zu oben genannter Frage stattfinden. Bitte bequeme Kleidung tragen.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 17

Leitung: Marco Gfeller

Martin Grabe

A19


Dämonen austreiben wie Jesus? (VS)
Wie passen Krankheitsmodelle, die Jesus im Neuen Testament ganz offensichtlich anwendet, der hohe Stellenwert von Exorzismen in afrikanischen Gemeinden - und moderne Psychotherapie zusammen?!
Dieses Seminar macht den Versuch eines integrativen Modells. Der Referent bringt langjährige Erfahrung in der Weiterbildung ärztlicher und psychologischer Psychotherapeuten und frische Eindrücke als Gesprächspartner afrikanischer Gemeindeleiter mit.

Leitung: Martin Grabe

Matthias Burhenne

A20


Impulse für die Eheberatung - wie kann man aus einer destruktiven Streitspirale aussteigen? (VS)
Konflikte in der Ehe gut bewältigen - wer will das nicht! Aber wie kann man destruktive Streitspiralen beenden und zum fairen Dialog kommen? Was hilft dabei, mit Gefühlsexplosionen besser umzugehen und Andersartigkeit zu verstehen? Es werden Impulse aus den alttestamentlichen Sprüchen und Methoden aus der Stress- und Kommunikationsforschung vorgestellt. Beides lässt sich gut in den Seelsorge- und Lebensberatungskontext integrieren.

Leitung: Matthias Burhenne

Karen Maria Schmitt

A21


Einführung in die Musiktherapie (PW)
In diesem Seminar können die Teilnehmenden erleben, wie Musiktherapie in der psychotherapeutischen Praxis eingesetzt wird. Themen wie Emotionsregulation, soziale Kompetenz, Arbeit mit Innenanteilen etc. werden anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen erläutert.

Leitung: Karen Maria Schmitt

Michael Tischinger

A22


Achtsamkeit (PW)
Die vier Dimensionen der Achtsamkeit leben. Auf die Weisheit des Körpers hören, die eigenen Gefühle und Gedanken wahrnehmen, die Beziehung zu anderen Menschen klären, sich spirituell verorten. Im Seminar werden wir mit praktischen Übungen Erfahrungen sammeln, die im beruflichen wie privaten Alltag unterstützend und wohltuend wirken können.

Bitte bringen Sie eine Decke oder Matte mit!

Max. Teilnehmer-Anzahl: 30

Leitung: Michael Tischinger

Rolf Gersdorf

A23


GEHEIMNIS, MYTHOS UND TABU in der Aufstellungsarbeit - die Wirksamkeit des Verborgenen (mit Live-Demo) (PW)
Was unbewusst ist, ist dennoch wirksam! Dies zeigt und offenbart sich besonders in der Aufstellungsarbeit. Damit zusammenhängende psychodynamische wie auch biblisch-geistliche Zusammenhänge werden in diesem Doppel-Praxisworkshop theoretisch und praktisch im Rahmen einer Live-Demo reflektiert und erörtert.

Doppelseminar: Darf nur gemeinsam mit Seminar B23 gebucht werden!

Max. Teilnehmer-Anzahl: 61

Leitung: Rolf Gersdorf

nach oben

Seminarblock B


Jürgen Homberger

B01


Supervision im kulturellen Kontext (VS)
Im Seminar wird es um das Wahrnehmen von komplexen interkulturellen Kontexten gehen. Es bietet die Möglichkeit anhand von Fallbeispielen, auch aus der eigenen Praxis, Beratungskompetenz mit Menschen aus anderen Kulturen zu vertiefen.
Supervisionsgruppe, eigene Falldarstellungen erwünscht.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 20

Leitung: Jürgen Homberger

Britta Laubvogel

B02


Heimat - wo ich zu Hause bin (PW)
"Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen." schrieb Theodor Fontane. Aber wo finde ich Heimat? Ist es der Ort, an dem ich aufgewachsen bin? Sind es die Menschen, die mir nahe stehen? Oder kann ich sogar bei mir selbst zu Hause sein? Da sind Fragen aus der Biographie-Arbeit. Sie lernen verschiedene Übungen dazu kennen.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 16

Leitung: Britta Laubvogel

Hans Wiedenmann

B03


Verlass dein Vaterhaus - Wer sich in die Fremde wagt, findet neue Heimat. Wachstum und Veränderung erfahren wie Abraham (VS)
Abrahams Berufung zeigt uns einen herausfordernden, fremden Gott, der will, dass Vertrautes und Sicherheit aufgegeben wird.
Um zu reifen ist es nötig, die alte Heimat zu verlassen und eine neue zu finden.
Bleiben wir aus Angst vor Fremdem in der Heimat unserer Kindheit, werden wir die Weite des Lebens nicht finden. Mit dem Mut, der sich auf Unbekanntes einlässt, gewinnen wir Lebensräume der Hoffnung und Sicherheit.

Leitung: Hans Wiedenmann

Thorsten Dietz

B04


Sünde - Das Fremde in mir?! (VS)
Das Wort „Sünde“ ist für viele Menschen unverständlich geworden. Das gilt auch für nicht wenige Christen. Oft haben sie erfahren, wie durch die Rede von der Sünde Menschen abwertend und verletzend behandelt worden sind. Wie können wir lernen, die menschliche Entfremdung von Gott heilsam und befreiend zu beschreiben?

Leitung: Thorsten Dietz

Friedemann Alsdorf

B05


Scham-Angst-Zyklus (VS)
Schamgefühle sind äußerst unangenehme, aber normale Alarmsignale für Grenzüberschreitungen (Herabsetzung, Bloßstellung, etc.). Es gilt dann, nicht die Scham zurückzuweisen, sondern die Beschämung! Gelingt das auf Dauer nicht, richtet sich die Verachtung oft gegen das eigene Selbst, wird zur Scham-Angst. Als „Ausweg“ bemühen wir uns um eine schöne Fassade, was wiederum Angst und Rebellion in uns aufbaut. Wie kommen wir in eine größere Freiheit, und wie können wir unseren Ratsuchenden helfen?

Leitung: Friedemann Alsdorf

Rudolf Sanders und Barbara Langos

B06


Warum Paartherapie im Gruppensetting? (PW)
"Für Patienten, bei denen Veränderungen im zwischenmenschlichen Bereich erwünscht sind, ist das gruppentherapeutische Setting aber dem einzeltherapeutischen auf jeden Fall vorzuziehen" (Grawe et al. 1994). Warum Menschen aneinander heilsam werden können und wie das konkret geht, wird in diesem Seminar bewegungsorientiert vermittelt. Grundlage ist die Partnerschule, in der seit 25 Jahren in über 160 Gruppen evidenzbasiert Paartherapie durchgeführt wird.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 30

Leitung: Rudolf Sanders und Barbara Langos

Eva Maria Jäger

B07


Die innere Tischgemeinschaft (PW)
Bei Identitätsfragen, Entscheidungsfragen und vielen Formen des „Sich-selbst-im-Weg-stehen“ gibt es Uneinigkeit im Inneren.
Dieses „Innere“ wird in der sog. „Egostate-Arbeit“ als das Zusammenspiel der unterschiedlichen Ich-Anteile (Egostates) beschrieben. Und nicht immer ist es wirklich ein „Zusammen-Spiel“! Viele Seiten von uns – auch gerade die Fremden - werden vor die Türe gestellt und nicht wahrgenommen.
Im Seminar werden wir erforschen, ob es einen Unterschied machen könnte, Jesus mit an den „inneren Tisch“ einzuladen.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 30

Leitung: Eva Maria Jäger

Eva Lenk

B08


Improvisationstheater mit Mitarbeitern (PW)
Improvisationstheater heißt: Nie dagewesene Szenen ohne Drehbuch, alles entsteht spontan, keiner weiß wo die Reise hingeht und vor allem viel Abwechslung und Spaß. Ich lade Sie herzlich ein in andere Charaktere zu schlüpfen, kreativ und verrückt zu sein und in die Grundlagen des Improvisationstheater reinzuschnuppern. Im Workshop werden wir uns gemeinsam an Übungen und Kurzszenen heranwagen und uns ausprobieren – „Scheitern“ explizit erwünscht.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 12

Leitung: Eva Lenk

Martina Werries

B09


Vom Sich-fremd-sein zum In-sich-wohnen (PW)
Jeder kennt das Gefühl, neben sich zu stehen oder sich selbst fremd zu sein. Was hilft auf unserem Weg, mehr in uns zu wohnen, uns in uns selbst heimischer zu fühlen?
Das Seminar bietet die Möglichkeit, gestalterisch mit kreativen Medien für sich selbst und in gemeinsamer Reflektion für die Beratungspraxis Wege zum In-sich-wohnen auszuprobieren und einen nächsten Schritt zu gehen.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 17

Leitung: Martina Werries

Elke Hieckmann

B10


Hörendes Gebet (PW) - Änderung!
Gottes Stimme zu hören ist ein wichtiges Element im gelebten Glauben. „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind“ (Römer 8,16). Konkretes Hören auf Gottes Stimme ist für die Seelsorge oder Segnungsdienste kostbar.
Nach einer theoretischen und praktischen Einführung kann Hören auf Gott miteinander ausprobiert werden. Außerdem wird ein sicherer und verantwortlicher Umgang mit dem Hören auf Gott aufgezeigt.

Dieses Seminar wird wegen Verhinderung des Ehepaares Schmidt von Frau Elke Hieckmann übernommen.

Leitung: Elke Hieckmann

Helge Seekamp

B11


Selbsthilfegruppen - Menschen mündig machen (VS)
Vortrags- und kleine Übungssequenzen im Wechsel für Gemeinden und Berater/-innen, die eine mündigmachende Seelsorge einführen wollen.
Vorstellung des Gruppenprogramms, um zum Gruppenstart mit nötigem Grundlagenwissen ausgestattet zu sein. Das komplett überarbeitete Material zeigt zwei neue Schwerpunkte der Endlich-Leben-Gruppenarbeit: Erstens: ein Modell, das Menschen hilft ihre Symptome in einem Gesamtbild einzuordnen, zweitens: gibt es einen Balancekompass für den Alltag.

Leitung: Helge Seekamp

Rudi Forstmeier

B12


Wenn die Botschaft zur Waffe wird - Geistlicher Missbrauch in christlichen Gemeinden (PW)
Missbrauch ist auch unter Christen leider nicht unbekannt – aber was ist geistlicher Missbrauch? Meist sind hiervon Leitungspersonen betroffen. Mit Inputs aus der Beratungsarbeit, im Erfahrungsaustausch untereinander und mit konstruktiven (vielleicht auch kreativen) Ansätzen soll dieses Thema bearbeitet werden. Gemeinsam werden wir nach Möglichkeiten suchen und Schritte einüben, um das Miteinander zwischen Leitung und Mitgliedern offen und vertrauensvoll zu gestalten.

Leitung: Rudi Forstmeier

Lucas Döbel

B13


Hauptsache Online - Internet zwischen Faszination und Kontrollverlust (VS)
Das Internet liefert ein breitgefächertes Angebot. Es ist Teil unseres Alltags geworden und prägt uns. Seine Nutzung gleicht einem schmalen Steg zwischen Faszination und Kontrollverlust, denn so interessant und nützlich ein Großteil der Online-Inhalte ist, so präsent sind auch zerstörerische, überfordernde und insbesondere für junge Nutzer unangemessene Inhalte. Dieses Seminar beleuchtet, welche Inhalte welche Gefahren bergen und was Betroffenen helfen kann.

Leitung: Lucas Döbel

Raphael M. Bonelli

B14


Psychotherapie und Beichte (VS)
In der Psychotherapie sind Schuldgefühle lange Zeit mit Pathologie gleichgesetzt worden. Natürlich gibt es pathologische Schuldgefühle. Normalerweise entstehen Schuldgefühle aber, weil man schuldig geworden ist. Mit dem göttlichen Angebot der Beichte ist klargestellt: Jeder Mensch gerät immer wieder in Sünde und wird schuldig. Das ist normal und menschlich, und es gibt eine Lösung für bereute reale Schuld: die Absolution. Neben der wichtigeren sakramentalen Dimension hat sie auch eine psychodynamische Ebene. Zur objektiven Wirkung kommt die subjektive: die Möglichkeit, das Drückende der Schuldgefühle abzuwerfen. Letztlich resultiert daraus eine Haltung der Dankbarkeit gegenüber einem Gott, der Sünde verzeiht.

Leitung: Raphael M. Bonelli

Andrea Groß

B15


Therapeutisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in der Praxis (PW)
Nach einer kurzen Einführung in die zu erwartenden altersgemäßen Gegebenheiten für ein therapeutisches Arbeiten mit Kindern und/oder Jugendlichen, werden Sie selbst eingeladen aktiv zu werden, Ideen umzusetzen und sich so mit dieser Therapieform vertrauter zu machen.
Die Bereitschaft zur Selbstreflexion ist gewinnbringende Voraussetzung.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 20

Leitung: Andrea Groß

Marika Rimkus

B16


ACT (Akzeptanz- und Commitmenttherapie) - ein Paradigmenwechsel der VT? - Eine Einführung (VS)
Im Seminar werden die sechs Kernprozesse der ACT vorgestellt: Klärung von Lebenswerten, Engagiertes Handeln, Kognitive Defusion, Selbst als Kontext, Akzeptanz und Achtsamkeit. Hinzu kommen einige typische Metaphern und Übungen, die helfen, fixiertes Vermeidungsverhalten aufzugeben. ACT ist ein faszinierender, störungsübergreifender und pragmatischer Ansatz aus der dritten Welle der VT mit erstaunlichen Erfolgen.

Leitung: Marika Rimkus

Jens u. Nicole Mankel

B17


Mit mir selbst vertrauter werden – Gestalttherapeutische Impulse für die Begegnung mit dem „Fremden in mir“ (PW)
Wie vertraut und einverstanden wir mit uns selbst sind, hat eine Wirkung auf unsere Weise, im Leben zu sein. Gestalttherapie lädt dazu ein, fremde, unbekannte und ungelebte Anteile zu entdecken und sie zu integrieren oder zu verabschieden. Je vertrauter wir uns sind, umso klarer können wir auf unsere Ressourcen zugreifen und unsere Grenzen ernst nehmen. Mit Input und Selbsterforschung wollen wir uns dem „Fremden in mir“ annähern.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 25

Leitung: Jens u. Nicole Mankel

Arnd Barocka

B18


Pathologisches Horten (PW)
Unter der Bezeichnung „Vermüllungssyndrom“, „Messie-Syndrom“ und „Zwangs-horten“ existiert eine psychische Störung, die dazu führt, dass die Betroffenen einerseits Gegenstände anhäufen, andererseits Schwierigkeiten haben, sich davon zu trennen. Das führt zu gravierenden psychosozialen Funktionsstörungen. Im DSM-V ist diese Störung unter der Bezeichnung „Pathologisches Horten“ klassifiziert. Es führt zu gravierenden psychosozialen Funktionsstörungen.
Der Workshop ist eine Einführung in das störungsspezifische Therapiekonzept von R. O. Frost und Kollegen.

Leitung: Arnd Barocka

Dietmar Seehuber

B19


Das Kreuz und die Sucht (VS)
In diesem Seminar geht es darum zu verstehen, wie Suchterkrankungen das Leben in seinem Sein verändern. Dabei wird ein anthropologischer Blickwinkel entfaltet. Die Bedeutung der biblischen Botschaft als Hoffnung und Hilfe im Genesungsprozess wird ausführlich hergeleitet und begründet. Seelsorger, Therapeuten, aber auch Angehörige und Betroffene sind herzlich eingeladen, sich aktiv fragend und hörend zu beteiligen.

Leitung: Dietmar Seehuber

Peter J. Verhagen, Bert Loonstra und Bart A. van den Brink

B20


The Integration Debate: A Dutch Perspective (VS)
Pfr. Bert Loonstra recently finished his PhD on a study on the American Christian Integration Debate, entitled: Worldview and Psychotherapy. An Analysis of the Christian Integration Debate (Loonstra, 2016). He will present his methods, results and their possible application in daily psychotherapeutic practice. Two other presenters, both psychiatrist, will present the impact of the integration debate in a Christian Institution for mental health care and in a secular setting.

Seminar in englischer Sprache

Leitung: Peter J. Verhagen, Bert Loonstra und Bart A. van den Brink

Annemarie Pfeifer-Eggenberger

B21


Mütter sind nicht immer schuld - Mütter als Ressource oder als Problem-verursacherinnen? (VS)
Mütter stehen unter einem großen Druck im Dilemma zwischen Mutterschaft und beruflicher Entwicklung. Die Anforderungen an das "perfekte" Kind sind gestiegen und nicht selten verfallen Therapeuten in ein "Mother-Blaming", um Probleme zu erklären.
Wie können wir die Rolle der Mütter als Ressource einsetzen? Wie verhindern wir, dass Mütter in eine Überverantwortung geschoben werden? Wie kann das Selbstvertrauen von Müttern gestärkt werden, damit sie sich selbst nicht verlieren und die Kinder gelassen begleiten können?

Leitung: Annemarie Pfeifer-Eggenberger

Albrecht und Brigitte Seiler

B22


Persönlichkeits- und Motivationsdiagnostik – aktuelle Modelle in der Praxis (VS)
Die Persönlichkeit eines Menschen nimmt wesentlichen Einfluss auf sein individuelles Denken, Fühlen und Handeln. Dabei wird seine Aktivität vor allem durch motivationale Prozesse gesteuert. Kenntnisse zu Persönlichkeit und Motivation helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und Veränderungsprozesse spezifisch zu unterstützen. Im Seminar werden Persönlichkeitsmodelle sowie das von den Referenten entwickelte Diagnostikinstrument PERMOT© vorgestellt und anhand von Beispielen erläutert.

Leitung: Albrecht und Brigitte Seiler

Rolf Gersdorf

B23


GEHEIMNIS, MYTHOS UND TABU in der Aufstellungsarbeit - die Wirksamkeit des Verborgenen (mit Live-Demo) (PW)
Was unbewusst ist, ist dennoch wirksam! Dies zeigt und offenbart sich besonders in der Aufstellungsarbeit. Damit zusammenhängende psychodynamische wie auch biblisch-geistliche Zusammenhänge werden in diesem Doppel-Praxisworkshop theoretisch und praktisch im Rahmen einer Live-Demo reflektiert und erörtert.

Doppelseminar: Darf nur gemeinsam mit Seminar A23 gebucht werden!

Max. Teilnehmer-Anzahl: 61

Leitung: Rolf Gersdorf

nach oben

Seminarblock C


Luitgardis Parasie und Jost Wetter-Parasie

C01


Angst in Kraft verwandeln – Psychotherapeutischer und seelsorgerlicher Umgang mit Angststörungen (PW)
Wann ist Angst normal, und wann wird sie zur Krankheit? Wie kann ich die Kraft nutzen, die in der Angst steckt? Im Vortrag mit praktischen Übungen erfahren die Teilnehmer/-innen, wie Angst entsteht und was sie bewirkt. Sie hören Beispiele berühmter Angstpatienten und erfahren, wie überraschend unerwartet ein Prophet der Bibel mit Angst umging. Sie erlernen Strategien, wie die Angst fruchtbar gemacht werden kann. Diese Methoden können unmittelbar in der eigenen Beratung umsetzt werden.

Leitung: Luitgardis Parasie und Jost Wetter-Parasie

Martina Kessler

C02


Das Fremde: Intersexualität - eine Herausforderung für Therapie und Seelsorge (VS)
Der Anteil von Menschen, die sich als intersexuell, „Trans* Mann“ oder „Trans* Frau“ etc. bezeichnen, wächst, wirkt fremd und erzeugt Verwirrung. Dieses Seminar bietet eine differenzierende Hilfestellung um Zusammenhänge zu verstehen und zeigt auf, welche Anteile einer Persönlichkeit betroffen sein können. Ziel ist es Sprachlosigkeit und Handlungsunsicherheit zu überwinden.

Leitung: Martina Kessler

Michael Heß

C03


Beratung von Flüchtlingen vor Ort (VS)
Ich teile und diskutiere Erfahrungen aus der rechtlichen Beratung von Flüchtlingen aus fernen Ländern, deren erschütterte Lebensschicksale von heimischen Akteuren auf der Grundlage eines hochkomplexen rechtlichen Systems in Verfahren, die auf Effizienz ausgerichtet sind und an die Mitwirkung der Betroffenen hohe Anforderungen stellen, beurteilt werden. Vortrag mit Diskussion.

Leitung: Michael Heß

Tabea Freitag

C04


Fit for Love? - Bindungsorientierte Sexualpädagogik und -beratung (VS)
Einer frühen Sexualisierung durch Pornografie kann man im digitalen Zeitalter kaum noch entgehen. 94 % der 13-jährigen Jungen und 50% der Mädchen haben bereits Kontakt zu Pornografie im Internet. Die emotional verstörenden, vielfach gewalthaltigen Inhalte prägen die Sicht von Sexualität und beeinflussen Empathie- und Bindungsfähigkeit.
Davon sind auch erwachsene Paarbeziehungen betroffen. Daher ist für die Paar- und Einzelberatung ein Verständnis der Bedingungen für Intimität, erfüllte Sexualität und personale Liebe grundlegend. Dies soll mit "Fit for Love?" im Seminar entfaltet werden.

Leitung: Tabea Freitag

Gerhard Kleinlützum

C05


Ein Zuhause finden - geflüchtet, verängstigt und traumatisiert (VS)
In diesem Vortragsseminar wird der neue Jugendhilfe-Bereich des Wendepunkt e.V. vorgestellt: Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge, die ganzheitlich pädagogisch und therapeutisch begleitet werden - mit intensivem Erfahrungsaustausch.

Leitung: Gerhard Kleinlützum

Ioan Dumitru Popoiu

C06


Der Vorgeschmack des Paradieses - Das Leben der Mönche im Frühchristentum und die Aktualität der Askese in der postmodernen Zeit (VS)
Der heilige Antonius und die christlichen Mönche Ägyptens, Palästinas und Kleinasiens versuchten in tiefster Einfachheit zu leben. Mit strengen Fastenregeln, allnächtlichen Vigilien, langen Rezitationen von Psalmen und der Eucharistie versuchten sie, das Paradies schon zu Lebzeiten zu erreichen. Viele berichten vom Vorgeschmack des Paradieses durch Gespräche mit spirituellen Vätern, mit Heiligen und sogar mit Christus - und von großer Freude. Dieses asketische Lebensmodell besitzt auch heute Realität und Notwendigkeit. Askese heute heißt: Liebe für Mitmenschen, für die Umwelt und für die ganze Schöpfung.

Leitung: Ioan Dumitru Popoiu

Olaf Kormannshaus

C07


Ambiguitätstoleranz - oder warum es sich lohnt, eine schwierige Vokabel zu lernen… (VS)
...und diese Toleranz einzuüben. Ambiguitätstoleranz bezeichnet die Fähigkeit, mit den Mehrdeutigkeiten und Widersprüchlichkeiten in der Welt, im eigenen Leben und Glauben umgehen zu können. Auf das Kongressthema bezogen hilft sie, Fremdes, z.B. kulturell bedingte Unterschiede, ohne vorschnelle positive oder negative Bewertung wahrzunehmen und nicht aggressiv oder mit Entwertung anderer zu reagieren. Sie gehört zu den Kernkompetenzen zum Überleben der Menschheit, will diese nicht an sich selbst zugrunde gehen.

Leitung: Olaf Kormannshaus

Hannelore Linge

C08


Plötzlich ist alles anders… (PW)
Der Verlust eines geliebten Menschen stellt Betroffene vor Herausforderungen, die man glaubt, kaum bewältigen zu können. Es gibt Möglichkeiten, in dieser Phase eine Reise anzutreten, die aus Erinnerungen und Erfahrungen gespeist wird, Zwischenstopps um Trauer und Schmerz auszuhalten, sich der Situation zu stellen, Ideen und Orientierung für eine neue Zukunft zu erahnen und zu ermutigen.
Vortrag und kreative Selbsterfahrung

Max. Teilnehmer-Anzahl: 21

Leitung: Hannelore Linge

Andrea Klimt

C09


Was ist so fremd am Fremden? - Fremdheit und Spannungen im interkulturellen Kontext aushalten und gestalten (PW)
Menschen aus verschiedenen Kulturen können einander ergänzen und bereichern. Sie erleben aber auch Spannungen untereinander. Das Wissen um die eigene Kultur und die des anderen hilft, die eigene Ambiguitätstoleranz zu erweitern. So können innere Spannungen zwischen offen sein und überzeugen wollen und äußere Spannungen zwischen scheinbar verschiedenen Wahrheiten ausgehalten werden um dialogfähig zu bleiben. Ein Praxisworkshop mit Übungen und kurzen Inputs.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 25

Leitung: Andrea Klimt

Inge Tempelmann

C10


Grenzverletzungen im frommen Gewand (VS)
Religiös missbräuchliche Übergriffe – leider kein vereinzeltes Phänomen in unserer christlichen Landschaft! Das Leid Betroffener wird oft noch verstärkt, wenn sie danach an nicht fachkundige und uninformierte Begleiter/innen geraten.
Was hilft wirklich, sich von derartigen Erfahrungen zu erholen und neue Lebensperspektiven für sich zu entdecken? Was hilft nicht?
Dieser Workshop vermittelt wertvolle Impulse und gibt Raum für die Auseinandersetzung mit einer leidvollen Thematik.

Leitung: Inge Tempelmann

Esther Elsner

C11


Eine Welle tanzen (PW)
Wir tanzen 5 verschiedene Rhythmen – fließend, staccato, wild, lyrisch, still – die auch Wesensarten Gottes ausdrücken. Über strukturierte Anleitungen kommen wir ins freie Tanzen und lassen uns inspirieren vom Heiligen Geist, der mitten im tänzerischen Lobpreis wirkt. Der Workshop dient dazu, den eigenen Körper mit seinen Empfindungen und Ausdrucksmöglichkeiten mehr kennenzulernen und die Freiheit der Kinder Gottes zu erleben.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 25

Leitung: Esther Elsner

Philip Pöschl

C12


Internetsexsucht (VS)
Nicht nur Erwachsene leiden immer häufiger an einer Abhängigkeit von pornografischem Material im Internet, viele Kinder schon ab 8 Jahren werden heute durch das Internet "aufgeklärt". Welche Auswirkungen das auf das tägliche Leben und die Entwicklung jugendlicher Sexualität hat, und wie man mit diesem Thema umgehen kann, wird in dieser Veranstaltung näher beleuchtet.

Leitung: Philip Pöschl

Michael Hübner und Werner Schäfer

C13


Das Fremde als Reiz - Männer in der Pornofalle - verstehen und helfen (VS)
"Eigentlich wollte ich das doch gar nicht!" Immer mehr Männer melden sich in Seelsorge, Beratung und Therapie mit solchen oder ähnlichen Aussagen. Sie kommen von der Pornographie nicht los. Was treibt sie immer wieder in diese Falle? Wie können Männer sich selbst und ihr Problem besser durchschauen? Welche Hilfen gibt es? Die Referenten sprechen aus der psychotherapeutischen Praxis für die Praxis. Anschließend Fragen und Austausch.

Leitung: Michael Hübner und Werner Schäfer

Wilfried Veeser

C14


Bausteine für Seelsorgeansätze (VS)
Wie Pilze sind in den letzten Jahren in der evangelikalen Szene verschiedenste Seelsorgeansätze aus dem Boden geschossen. Ihre Wirkungen sind oft unklar. Welchem Menschenbild wird gefolgt? Wie werden der „alte Mensch“ und der „neue Mensch“ in Beziehung gesetzt? Mit welcher Wirkung des Heiligen Geistes wird gerechnet? Wie sieht die Abgrenzung zu Beratung und Psychotherapie aus? Welche Theoriemodelle stehen hinter den Ausbildungsinhalten? Vortrag mit Diskussion.

Leitung: Wilfried Veeser

Anne Zahn

C15


Depressive Erkrankungen - Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung (VS)
Für von depressiven Erkrankungen betroffene Patienten stellt eine individuell angepasste Pharmakotherapie die wichtigste Behandlungsmaßnahme dar. Dennoch gibt es viele Unsicherheiten und Fragen: Wann ist eine medikamentöse Behandlung indiziert und wann kann darauf verzichtet werden? Welche Medikamente haben sich besonders bewährt? Worüber muss bereits vor Einnahme der ersten Tablette gesprochen werden? Was tun, wenn die Behandlung nicht richtig anschlägt? Diese und andere Fragen werden im Seminar ausführlich besprochen.

Wegen Verhinderung des Referenten Prof. Dr. Andreas Broocks übernimmt Frau Dr. Anne Zahn das Seminar.

Leitung: Anne Zahn

Rolf Senst

C16


Die Person des Therapeuten (VS)
Psychotherapie ist ein Beziehungsgeschehen. Wissenschaftliche Studien weisen nach, dass therapeutische Techniken – wichtig und unverzichtbar! – verglichen mit der Qualität therapeutischer Beziehungen deutlich weniger zum Therapieerfolg beitragen. Therapeut/-innen und ihrer Fähigkeit, eine empathische und konstruktive Arbeitsbeziehung aufzubauen, die fördert und fordert, kommt also eine hohe Bedeutung zu. Welche Faktoren sind hier wirksam? Wo stehe ich in meiner persönlichen Entwicklung, und was könnte ich hinzu lernen?

Leitung: Rolf Senst

Christian Schäfer

C17


Schizophrenie kompakt (VS)
Im Vortragsseminar sollen die Grundlagen der Schizophrenie, ihre Erscheinungsformen, die Psychopathologie und ihre Behandlung erläutert werden. Zusätzlich wird der Unterschied zwischen religiösem Erleben und krankhaften Wahn erläutert. Im Seminar soll durch einzelne Übungen versucht werden die Erlebniswelt von Menschen mit Psychose den Teilnehmer/-innen zugänglich zu machen. Fragen und Diskussionsbeiträge sind ausdrücklich erwünscht.

Leitung: Christian Schäfer

Ben Vaske

C18


Interkulturelle Beratung - Interkulturelle Kommunikation (PW)
Ein Modell für Interkulturelle Beratung kann einen differenzierten Blick auf die Betätigungsfelder innerhalb unterschiedlicher kultureller Orientierungen ermöglichen. Ausgehend von einem ganzheitlichen biblischen Menschenbild werden in diesem Praxisworkshop Methoden und Fertigkeiten vorgestellt, die in einer Beratung den Klienten objektiv erfahrbar machen und Menschen mit anderen religiösen und kulturellen Weltanschauungen einen hilfreichen Dienst leisten.

Leitung: Ben Vaske

Dietmar Pfennighaus

C19


Ganzheitliche Gesundheit und Systemische Beratung (PW)
Wie können wir für unsere Gesundheit das Aufeinander-bezogen-sein von Körper, Seele und Geist nutzen, um Heilsames zu erfahren? Wie können wir beim Betrachten von Symptomen unseren Horizont erweitern? Welche Zugänge der Systemischen Beratung sind dafür hilfreich?
Der Referent schöpft mit anschaulichen Beispielen aus der Arbeit des Ganzheitlichen Gesundheitshauses in Marburg. Interaktiv werden Übungen für Alltag und Beratung ausprobiert.

Leitung: Dietmar Pfennighaus

Matthias Schlagmüller

C20


Veränderungsprozesse im Gehirn anstoßen (VS)
Von welchen Faktoren hängt es ab, ob Lernprozesse im Gehirn stattfinden, die dauerhafte Verhaltensänderungen zur Folge haben?
Welche Rolle spielen hierbei insbesondere epigenetische Prozesse – die Tatsache, dass Gene durch Stress, Traumata, Gedanken, Ernährung, Berührungen, u.v.m. ein- oder ausgeschaltet werden können?

Leitung: Matthias Schlagmüller

Johannes Corrodi Katzenstein

C21


Die Wende zur Religion in der neueren Philosophie (VS)
Im Fokus des ersten Teils dieses Seminars steht Martin Heideggers einflussreiche Analyse der onto-theologischen Verfassung der Metaphysik (Gott als höchstes Seiendes bzw. causa sui), der entsprechend die Philosophie „heute“ vorziehe, von Gott zu schweigen. Im zweiten Teil wird, ausgehend von zeitgenössischen Denkansätzen der Phänomenologie und Hermeneutik, ein umfassender Begriff von Wahrheit skizziert werden, der beansprucht, die von Heidegger herausgearbeiteten Probleme zu überwinden und das Gottesthema in der Philosophie der Gegenwart erneut zu etablieren.

Leitung: Johannes Corrodi Katzenstein

Jürgen Mette

C22


Wenn die Gesundheit geht und das Heil kommt! Theologische Zugänge zur Theodizeefrage am Beispiel der Hiobserzählung (VS)
Der Referent wurde 2009 mit der Diagnose Parkinson konfrontiert. Sein Buch "Alles außer Mikado" hat den Sprung in die Spiegelbestseller-Liste geschafft. Inzwischen schreibt Mette sein sechstes Buch. Er bezeichnet sich als unheilbar krank, aber partiell geheilt: zum Predigen und zum Schreiben. Das Thema ist biografisch abgedeckt.

Leitung: Jürgen Mette

Holger Eschmann

C23


Das Fremde in Gott - zum Umgang mit der Verborgenheit Gottes in der Seelsorge (VS)
In ihrer Konzentration auf therapeutische Fragestellungen hat die gegenwärtige Seelsorge beinahe vergessen, dass es auch ein Leiden an Gott und an seiner Verborgenheit gibt. Frühere Generationen nannten das Anfechtung.
In dem Seminar wird erarbeitet, wie heute in der Seelsorge mit Anfechtung und Gewissheit heilsam umgegangen werden kann, ohne die theologischen und therapeutischen Aspekte gegeneinander auszuspielen. Die Klagepsalmen der Bibel und Ratschläge Martin Luthers werden uns dabei leiten.

Leitung: Holger Eschmann

Elizabeth u. Arthur Domig

C24


Wie machen wir unsere Ehe "affärendicht" (VS)
Anhand von Beispielen aus der Beratung werden wir folgenden Fragen nachgehen:
• Was ist eine Affäre eigentlich? Wo fängt sie an?
• Warum schlittern Männer und Frauen so leicht in eine Affäre hinein?
• Wie kann ein Paar ihre Ehe vor Untreue schützen?
• Erste Hilfe nach der Entdeckung einer Affäre.
• Langzeit Heilung und Wiederherstellung der Ehe nach einer Affäre.

Leitung: Elizabeth u. Arthur Domig

nach oben

Seminarblock D


Roland Stettler

D01


Das Fremde als ethische Herausforderung (VS)
Lückenlose Abgrenzung oder grenzenlose Offenheit? In Anbetracht der Flüchtlingsströme scheinen sich viele Menschen an dieser Polarisierung festzuklammern. Können Psychologie und Theologie uns Richtung geben, um aus dieser Erstarrung heraus zukommen, hinein in eine ethisch verantwortungsvolle Haltung dem Fremden gegenüber? Ist eine christliche Identität möglich, die dem anderen Raum gibt, ohne jedoch das Eigene in diesem Akt aufzulösen? Im Seminar soll gemeinsam nach Antworten auf diese drängenden Fragen gesucht werden. Vortrag mit Diskussion.

Leitung: Roland Stettler

Gisela Roth

D02


Du weißt nicht, wie schwer die Last ist, die du nicht trägst - Traumaarbeit in Afrika (VS)
Für die Arbeit mit Traumatisierten in Afrika stehen nur knappe Ressourcen zur Verfügung. Diese Arbeit muss darum Stabilisierung, Ressourcen-Stärkung und Gruppenarbeit betonen - und Laien und Therapeuten in wirksamen Trauma-Interventionen ausbilden. Das Seminar will dazu einladen, die eigene Fachkompetenz interkulturell einzubringen und andere darin zu unterstützen. Die angesprochenen Prinzipien lassen sich auch auf Flüchtlinge in Deutschland anwenden

Leitung: Gisela Roth

Yassir Eric

D03


Islam in Europa - Herausforderungen und Chancen (VS)
Islam, eine Religion zwischen Annäherung und Radikalisierung. Gehört der Islam zu Europa?! In diesem Seminar lernen Sie, welche gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Auswirkungen der Islam in Europa hat.

Leitung: Yassir Eric

Martina Kessler und Doris Möser-Schmidt

D04


Youngster-Meeting (PW)
Bei diesem interaktiven Meeting begegnen Sie Menschen, die in der gleichen Situation wie Sie sind, und die die gleichen Fragen und Überlegungen zu beruflichen (Weiter-)Entwicklung haben. Neben einem Erfahrungsaustausch geht es um Netzwerken und Fördermöglichkeiten sowie Mentoring. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen über Fachgruppen.
Zielgruppe: Student/-innen mit dem Ziel Beratung und Psychotherapie aus Medizin, Psychologie, Pädagogik, Soziale Arbeit/Sozialpädagogik.

Leitung: Martina Kessler und Doris Möser-Schmidt

Christoph Zehendner

D05


Das „Fremde“ in der Geschichte Jesu - Von aufregenden Entdeckungen in seinem Stammbaum und mutmachenden Schlussfolgerungen für uns (PW)
Wer von sich und seiner Familie berichtet, streicht normalerweise die Vorzüge heraus. Im Stammbaum Jesu finden auch die Vorfahren Erwähnung, die „unansehnlich, anders, fremd“ sind, so wie Ruth, die aus der „Fremde“ kam und eine Stammmutter Jesu wurde. Im Seminar wollen wir im Gespräch die Stammbäume bei Matthäus und Lukas vergleichen und uns mit den Fremden, Außenseitern, schwarzen Schafen beschäftigen. Und wir fragen: Was könnte für uns aus diesen Beobachtungen folgen?
Bitte Bibel und Schreibzeug mitbringen.

Leitung: Christoph Zehendner

Margit Eichhorn und Jutta Reiter

D06


Ressourcen in uns, wir gehen auf Entdeckungsreise (VS)
Wir alle haben die Möglichkeit, Persönlichkeiten zu werden. Eigene Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten zu entdecken, können Meilensteine in der Persönlichkeitsentwicklung sein. Mit Interventionen aus Logotherapie und Systemischer Therapie wollen wir unsere Ressourcen aufspüren, stärken und als Kraftquellen erfahren.

Leitung: Margit Eichhorn und Jutta Reiter

Walter Meili

D07


Nahtoderfahrungen - wie stehen sie zur biblischen Botschaft? (VS)
Es gibt viele glaubwürdige Berichte von Nahtoderfahrungen. Solche Menschen sehen mitunter in eine unsichtbare Welt, die uns auch von der Bibel her bekannt ist. Wie sind diese Berichte einzuordnen? Wie stehen sie zur biblischen Botschaft? – Nach einer kurzen Einführung in die Phänomenologie der Nahtoderfahrungen wird im Seminar auf diese Fragen eingegangen.

Leitung: Walter Meili

Elke Hieckmann

D08


Das fremde Land der Seele - Reise in die Innenwelt (VS)
Hinter der äußeren Fassade gibt es rührende, hochsensible, mitreißende, fröhliche, launische, furchtsame, sehnsüchtige, manchmal aggressive oder bizzare Seiten unserer Persönlichkeit.
Teile in uns hadern miteinander, beschützen sich, treiben uns an oder lassen träge sein.
Das Seminar lädt ein, das eigene unbekannte Land der Gefühle zu erforschen und Wege zu finden, achtsam, neugierig und verständnisvoll mit allen unseren Anteilen umzugehen. Auch mit denen, die wir am liebsten verbannen würden.

Leitung: Elke Hieckmann

Katrin Wirth

D09


Herausforderung Pubertät: gemeinsam Wege zwischen Eltern und Jugendlichen finden (VS)
In der Begleitung von Familien ist die Pubertät eine besondere Phase: Jugendliche entdecken neue Möglichkeiten und Grenzen. Das öffnet für die ganze Familie verschiedene Spannungsfelder: Wie sehen neue Absprachen aus? Welche Kontaktformen braucht es? Wie gehen wir mit Spannungen um?
Das Vortragsseminar beleuchtet diese Entwicklungsphase und stellt Impulse zur Begleitung von Familien vor. Im zweiten Teil arbeiten wir im Plenum an praktischen Ansätzen, die in kurzen Filmsequenzen gezeigt werden.

Leitung: Katrin Wirth

Ralf Elsner

D10


Drum Circle - Trommeln für den guten Geist in Teams und Gemeinschaften (PW)
Endlich einmal unbedarft musizieren, improvisieren, mit Trommeln und Percussioninstrumenten experimentieren. Sich ausdrücken, hinhören, kommunizieren. Gleichklang in Vielfalt erleben. Drum Circle ist eine gemeinschaftsstiftende, musikpädagogische Methode für alle Gruppen von Menschen, die miteinander arbeiten, leben, lernen oder feiern. Im Workshop erproben wir die Methode live miteinander; zwischendurch werden verschiedene theoretische Aspekte und Anwendungen vorgestellt.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 50

Leitung: Ralf Elsner

Gabriela Jaroš

D11


Kunsttherapie: Das Bild als Spiegel des Fremden in mir (VS)
Spontane Impulse auf dem Papier können mit Distanz betrachtet zu einem Spiegel der Selbsterkennung werden. Die Erlebnisebene macht Gefühle des gesehenen Bildes direkt erfahrbar. Das Fremde in mir darf sich enthüllen. Neue Wege können direkt am Bild erprobt werden.
Nach einem Referat gibt es eine kurze praktische Einheit.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 40

Leitung: Gabriela Jaroš

Klaus Michael von Bibra

D12


Gehör und Gesang (PW)
Wir sind zum Singen geschaffen:
Aufbau und Funktion des Sängerinstrumentes in Theorie und Praxis.
Ganzheitliches Erleben der eigenen (Sprech-)Stimme.
Bedeutung des Ohres für die Stimmfunktion und Sprache.
Stimmprobleme: Ursachen und Lösungen.

Leitung: Klaus Michael von Bibra

Jürgen Weiss

D13


triOH allinclusiv - Menschen mit geistigen Behinderungen laden ein zu einem bunten Gesprächskonzert (PW)
triOH ist eine „inklusive Band“, die den Begriff der „geistigen Behinderung“ (Fremde?) umkehrt, in dem sie (musikalische) Einblicke in ihr „erfülltes Leben“ gewährt.
Musiktherapie mal anders, getreu dem Band-Motto: „Jeder ist anders, einfach genial, auch Du bist richtig, ein ORIGINAL!“ – hervorragend geeignet bei intellektueller Überfütterung und absolut ansteckend mit unbedingtem Mitmachfaktor – gemeindlich und therapeutisch. 100fach bewährt.

Max. Teilnehmer-Anzahl: 11

Leitung: Jürgen Weiss

Lidia Lysiuk

D14


Die Suche nach weiblicher Identität (VS)
Krisen in Familienbeziehungen zeigen oft an, dass Frauen keine reife weibliche Identität entwickelt haben und damit auch die Voraussetzung für eine reife Ehebeziehung fehlt. In diesem Seminar werden die Ausformungen weiblicher Identität, ihre Entwicklung und deren prägende Faktoren vorgestellt. Neben einer Einführung in die Probleme weiblicher und ehelicher Identität werden Prinzipien und Methoden aus der praktischen Arbeit vorgestellt, die Frauen bei ihrer Suche nach Identität helfen zu können.

Seminarsprache: Russisch mit Übersetzung ins Deutsche.

Leitung: Lidia Lysiuk

Michael Seifer

D15


Fremdheit und Intimität - Dimensionen und Entwicklungen in langjährigen Ehebeziehungen (VS)
Wachsende Intimität und Nähe als Ideal der Beziehungsentwicklung entsprechen oft nicht der Realität. Persönliche Entwicklungsprozesse, gewollt oder ungewollt, bedeuten oft auch Entfremdungsprozesse in der Partnerschaft. Moderne gesellschaftliche Trends leisten dieser Entfremdungsoption Vorschub. Trennungen sind eine mögliche, aber keine zwangsläufige Folge. Fremdheit bedeutet auch Attraktivität und eröffnet die Möglichkeiten der Neuentdeckung des Gegenübers.
Vortrag und Fallvignetten mit Diskussion.

Leitung: Michael Seifer

Hans-Ekkehard Reimann

D16


Selbsthilfegruppen / Sucht (VS)
Selbsthilfegruppen mit christlicher Werteorientierung wirken in der Suchthilfe. Wozu braucht es diese neben der fachlichen professionellen Behandlung? Welchen Sinn macht eine Selbsthilfegruppe und was erwartet die Teilnehmer/-innen dort. Wert, Hintergründe und Notwendigkeit der moderierten Selbsthilfearbeit im Suchtbereich.

Leitung: Hans-Ekkehard Reimann

Gerald Kunde

D17


Bibliolog. Wenn die Bibel lebendig wird (PW)
Im Bibliolog treffen zwei Welten aufeinander: die Welt der Bibel und unsere eigene Welt. Im Bibliolog ist man eingeladen sich in eine biblische Geschichte hineinzufühlen und den biblischen beteiligten Personen zu begegnen. Vielleicht begegnet man sich auch selbst oder Gott. Diese interaktive Methode der Bibelauslegung ermöglicht innere Berührung. Auch wer nur zuhören will, ist herzlich willkommen!

Leitung: Gerald Kunde

Romuald Jaworski

D18


Entwicklung der individuellen Religiosität: Stufen und Bedingungen (VS)
Religiosität als Beziehung zwischen Gott und Mensch kann in ihrer Entwicklung aus Sicht der Psychologie neu interpretiert werden. Als Grundlage der Einteilung des religiösen Wachstums in Perioden dienen bestimmte phasenspezifische menschliche Erfahrungen im Kontakt mit Gott und die damit verbundenen charakteristischen Konflikte, wie sie E. H. Erikson beschrieben hat.
In jeder Phase der Entwicklung ändert sich das Gottesbild. Wir können sieben spezifische Perioden (Phasen) der Entwicklung unterscheiden.

Leitung: Romuald Jaworski

Dorothea Gersdorf

D19


Lieben statt siegen - Machtkämpfe erkennen und vermeiden (VS)
Verdeckte Machtkämpfe sind die häufigste Ursache für Beziehungskonflikte, sei es in Gemeinde, Familie oder Nachbarschaft. Das Referat befasst sich mit dem Thema Macht und gibt Einblick in die psychischen Mechanismen, die zu Machtkämpfen führen; es zeigt Wege auf, wie man sie erkennen und der Ausstieg daraus gelingen kann.

Leitung: Dorothea Gersdorf

Peter Stippl

D20


Bibliodrama - Heilungs- und Problemlösungsimpulse aus der Bibel, Psychotherapeutisch abstinent eingesetzt (PW)
Sie erleben in meinem Workshop, wie nach der anerkannten Psychotherapiemethode Psychodrama in therapeutischer Gruppenarbeit mit Texten aus der Bibel gearbeitet wird. Es wird im Spiel ebenso ein Gruppenthema gefunden, wie Ansätze zur Bearbeitung des Gruppenthemas erlebt werden. Eine Gruppe kann so als psychotherapeutische Gruppe (z.B. Jahresgruppe) geführt werden. Bibliodrama eignet sich auch als tiefgehende religionspädagogische Methodik.

Leitung: Peter Stippl

Luca Hersberger

D21


Schematherapie und Gottesbeziehung (VS)
Die Schematherapie ist eine integrative und wirksame Methode, die Raum bietet für eine Verbindung mit dem christlichen Glauben.
In diesem Seminar wird das schematherapeutische Modell eingeführt und eine mögliche Integration mit dem christlichen Glauben vorgestellt. Praktische Übungen ergänzen das Referat und ein Austausch über diese Art von Integration ist erwünscht.
Ziel ist es, die wirkungsvollen Methoden eines Therapieansatzes mit den hilfreichen Wahrheiten des Glaubens zu verbinden.

Leitung: Luca Hersberger

Meike u. Dirk Wessling

D22


Potenzialentwicklung - entdecke deine Ressourcen (PW)
In dem Workshop erhalten Sie anhand einer systemischen Herangehensweise und mit praktischen Übungen Unterstützung und Hilfen, um Veränderungsprozesse im beruflichen Alltag leichter gestalten zu können, sowie Ihren beruflichen und persönlichen Standort bestimmen zu können.
Im Focus stehen Ihre Ressourcen, Fähigkeiten, Vorbilder, Leitsätze und Werte.

Leitung: Meike u. Dirk Wessling

René Hefti

D23


Religiosität und psychische Gesundheit – Stand der Forschung (VS)
Ein empirischer Forschungszweig beschäftigt sich seit 1970 mit dem Thema "Religiosität und psychische Gesundheit". Die Ergebnisse sind in den beiden Oxford-Handbücher "Religion and Health" (Koenig 2001, 2012) zusammengestellt und umfassen alle Bereiche psychischer Gesundheit. Die Befunde werden exemplarisch dargestellt und in ihrer Bedeutung für die klinische Praxis mit den Teilnehmern diskutiert.

Leitung: René Hefti

nach oben