Presse Archiv


Hier finden Sie die Pressemeldungen der letzten Jahre:


APS-Kongress geht mit zwei Fachvorträgen zu Ende

„Sinn, Glück und das gute Leben“



Würzburg (APS). Der 8. Internat. Kongress für Psychotherapie und Seelsorge unter dem Gesamtthema „DAS GUTE LEBEN – Sehnsucht und Verantwortung“ ist am Samstag mit zwei Fachvorträgen zu Ende gegangen. Vor den knapp 1.000 Teilnehmern referierten Prof. Dr. Tatjana Schnell (Innsbruck) und Dr. Johannes Hartl (Augsburg).

„Menschen wollen glücklich sein – doch wie kann das gelingen? Wie gehören Sinn und Glück, Lebensbedeutung und zielorientiertes Handeln zusammen?“ Dr. Tatjana Schnell, Professorin für Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie an der Universität Innsbruck, erläuterte anhand verschiedener Theorien, dass Glückserleben insgesamt ein „Aufgehen in herausfordernder Tätigkeit, aber auch ein hohes Maß an positiven Gefühlen bei gleichzeitigem geringem Empfinden negativer Gefühle, sei.“ Die Sinnforschung komme zu dem Ergebnis, dass Lebensbedeutung und Sinn ein dynamischer Weg sei und dass Menschen, die sich freiwillig engagieren, für sich ein signifikant höheres Maß an Sinn erlebten. Im Blick auf das Gesamtthema des Kongresses „DAS GUTE LEBEN“ wies sie darauf hin, dass sinnvolles Handeln in manchen Situationen unangenehm und benachteiligend sein könne, aber gleichzeitig gut, wenn es z. B. darum ginge, Werte entgegen einer allgemeinen Meinung zu vertreten oder Anderen zu helfen.

Dr. Johannes Hartl (Augsburg), ermutigte im Abschlussvortrag unter dem Thema "Im Guten Leben - Faszination aus dem ersten Gebot" zu einer "Grundhaltung des Guten Lebens". In der Welt, so lehre die Philosophie, finde der Mensch Dinge vor, die gut, wahr und schön seien. Aber er habe auch die Möglichkeit, nicht gut, nicht wahr und nicht schön zu sein. So sei der Lebensstil der Menschen geprägt durch die Kontrolle über das eigene Geld, die eigene Zeit und das eigene Recht. Die biblische Empfehlung laute, die Grundhaltung des Guten Lebens einzuüben. Sie laute, Gott zu danken, Gott zu lieben und Ehrfurcht vor ihm zu haben. Dieses von Jesus Christus so formulierte erste Gebot ermutige zum Lebensstil der "offenen Hände". Es bedeute, empfangen und geben. Das schließe ein, sich fallen zu lassen, sich stören lassen und spielen zu können.

Insgesamt zeigte sich Dr. Martin Grabe, 1. Vorsitzender der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS, Bad Homburg) als Veranstalterin des Kongresses, sehr zufrieden mit der hohen Qualität der fachlichen Beiträge, dem reibungslosen organisatorischen Ablauf, und der Nutzung der vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten der Teilnehmer und der Referenten untereinander. Bestätigung erhalten habe der Veranstalter durch zahlreiche gute Rückmeldungen. So sei sehr positiv aufgenommen worden, dass die Teilnehmenden durch die Wahl von jeweils vier der knapp 90 Seminare die Möglichkeit gehabt hätten, den Kongress nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Auch die Pausen seien, besonders im Bereich der Fachausstellung, als „Begegnungsbörse“ wahrgenommen worden.

Die APS sei entschlossen, den zweijährig stattfindenden Kongress als Fortbildungs-Angebot zu etablieren. Dazu sei hilfreich, dass das Fortbildungsmanagement von Psychologen und Ärzten den Fachkongress durch die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer Bayern mit16 Fortbildungs-Einheiten als feste Größe einplanen könne. Der 9. Internat. Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge sei für den 31. Mai – 03. Juni 2017 geplant, wiederum in Würzburg.
Erstellt am 23.05.2015 von Michael vom Ende

Meldung vom 22. Mai 2015

APS-Kongresstag mit knapp 90 Seminaren

Von „Die Kunst des Vergebens“ bis „Was wäre unser Leben ohne gute Freunde“



Würzburg (APS). Der dritte Kongresstag des 8. Internat. Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge unter dem Gesamtthema „DAS GUTE LEBEN – Sehnsucht und Verantwortung“ stand ganz im Zeichen von knapp 90 Wahl-Seminaren für die knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Harald Petersen (Hohenahr bei Herborn), Gemeindepastor und Seelsorgereferent des Bundes Freier evangelischer Gemeinden sagte im Seminar „ Was wäre unser Leben ohne gute Freunde?“, dass jeder „gute Freunde brauche, aber nicht jeder sie habe“. Freundschaft sei nicht in erster Linie eine Frage der Geschlechter oder Generationen, sondern der Herzen. Eine Freundschaft brauche Freiheit, müsse eingebettet sein in das sonstige Beziehungsgeflecht und solle nicht nur geistlich verstanden werden. Abschließend gab er den Rat: „Flicke das Netz deiner Beziehungen, sonst werden die Löcher größer und mancher entwischt dir. Nur wer investiert, wird selbst vom Netz gehalten, denn seine Freunde sind da, wenn es darauf ankommt.“

Katrin Wirth (Kitzingen), Heilpraktikerin für Psychotherapie, betonte im Seminar „Einführung in die christliche Kinder- und Jugendberatung“, der notwendige Antrieb für Berater und Seelsorger, Kindern helfen zu wollen sei, sie „in ihrer Verletztheit und Verlorenheit wieder aufzurichten und darum zu ringen, dass sie wieder oder erstmalig Kind sein dürfen.“ Das besonders Herausfordernde, wenn es um junge Menschen gehe, sei, dass die „Kinderwelt“ der Hilfesuchenden sich grundlegend von der der Erwachsenen unterscheide. Die Verantwortung der Beratenden sei dafür zu sorgen, dass kein Kind bloßgestellt werde, sondern erlebe: „Du bist wichtig!“

Weihbischof Dr. Michael Gerber (Freiburg) stellte an den Anfang seines Seminars „Damit der ganze Mensch in Schwingung kommt“ den Begriff der Originalität. Berufung sei mehr als die eigenen Stärken zu entdecken. Gerber konzentrierte sich darauf, Berufung unter objektiven Kriterien zu prüfen, auf emotionaler, geistiger und physischer Ebene. Berufung sei als Dialog zwischen Gott und Mensch zu verstehen im Sinne eines dynamischen Prozesses. Der rote Faden solle erkennbar sein, die Lebensgestaltung müsse sich verändern und reifen. Dazu gehöre auch die Bereitschaft, „sich selbst auf neue Bereiche einzulassen, Kompetenzen zu erweitern und gerade im kirchlichen Bereich andere Menschen in ihrer Kraft wahrzunehmen und zu integrieren“.

Dr. Beate Maria Weingardt (Tübingen) ermutigte, „Die Kunst des Vergebens“ zu lernen, da seelische Verletzungen ein definiter Teil unseres Lebens sei. Die Verletzungen, die Menschen andern mit Worten und Verhalten zufügten, benötigen „Beachtung und Behandlung“, so Weingardt. Vergebung als Weg der bewussten Auseinandersetzung mit dem Verletzungsgeschehen könne zum einen möglich werden durch den aktiven Versuch, das Verhalten und die Worte zu erklären, zum zweiten, die eigenen Erwartungen selbstkritisch zu untersuchen, und zum dritten, an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl zu stabilisieren. Diese drei Dinge könnten helfen, um Verletzungen ihre Tiefe und Schärfe zu nehmen, ja sie sogar zu vermeiden.

Der Kongress endet am Samstag mit einem Vortrag von Prof. Dr. Tatjana Schnell (Innsbruck) mit dem Titel „Sinn, Glück und das gute Leben – Ergebnisse der empirischen Sinnforschung“ und dem Abschlussvortrag von Dr. Johannes Hartl (Augsburg) zum Thema „Im Guten Leben – Faszination aus dem ersten Gebot“.

Erstellt am 22.05.2015 von Michael vom Ende

Meldungen vom 21. Mai 2015

Meldungen vom 21. Mai 2015Vom „schönen Leben“ und „Glücksgefühlen“

APS-Kongress: Einblicke aus Philosophie und Psychophysiologie



Würzburg (APS). Nach den theologischen Fachvorträgen standen am Nachmittag des zweiten Kongresstages Einblicke aus Philosophie und Psychophysiologie im Fokus. Dr. Wilhelm Schmid (Berlin), freier Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Erfurt wies in seinem Vortrag zum Thema „Das schöne Leben in der Philosophiegeschichte“ zunächst darauf hin, dass der Begriff „Seelsorge“ ursprünglich vom griechischen Philosophen Sokrates stamme. Genauso sei auch „schönes Leben“ ein zentraler Begriff sowohl in der Antike als auch in der philosophischen Diskussion der Gegenwart. So könne und solle sogar heute auf die leicht dahingesagte Frage „Willst du dir ein schönes Leben machen?“ durchaus offensiv geantwortet werden: „Ja, ich bemühe mich zumindest.“ Ein „schönes Leben“ zu gestalten sei „Lebenskunst als bewusste Lebensführung“. Das bedeute, Möglichkeiten und Bedingungen zu bedenken und dann zu persönlich zu entscheiden.

Der Unterschied zur ursprünglich von den Philosophen „normativ gedachten“ Lebenskunst sei heute aber die „optative“. Das Kennzeichen der Moderne sei gerade die Befreiung von Vorgaben als „säkularisierte Erlösung“, auch die Befreiung von normativer Theologie, die alles erkläre und vorschreibe. Allerdings, so Schmid, sei es in der Moderne bei der Befreiung geblieben. "Erst wollen die Menschen frei sein, bevor sie fragen, wozu sie frei sein wollen", so Schmid. Wichtig sei ein Wechsel der Paradigma von „Freiheit wovon“ zu „Freiheit wozu“. Dazu könne der Versuch der Beantwortung der Frage „Was ist für mich schön?" helfen. Ziel sei nicht das perfekte, sondern das wahre Leben. Es gehe nicht um die Ästhetik, sondern um die Ethik. "Leben ist nicht dazu da, dass es gelingt, sondern dass es gelebt wird. Das Leben wird vorwärts gebracht zuerst durch Misslingen.“ Schmid warnte davor, das schöne Leben nur mit dem Wohlfühl-Glück zu verbinden. Stattdessen gehe es um das "Glück der Fülle" mit den negativen und positiven Seiten des Lebens. Das Wichtigste im Leben im Leben sei nicht Glück, sondern Sinn. Ein sinnvolles Leben sei ein „schönes Leben“.

„Glück auf Knopfdruck - Psychophysiologische Hintergründe der Glücksgefühle“ – so der Titel des letzten Hauptvortrages des zweiten Kongresstages. Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Heinz Rüddel (Bad Kreuznach), referierte als Kliniker, der über mehr als zwei Jahrzehnte eine große psychosomatische Klink als ärztlicher Direktor geleitet hat. Medizinisch ausgefeilt und fachlich fundiert präsentierte er die Forschung und empirische Untersuchung zwischen der Fähigkeit eines Selbstregulationskonzeptes und der Herzratenvariabilität. Rüddel nahm seine Zuhörer mit und erläuterte biologische, psychische und soziale Komponenten im Fokus der inneren Medizin.

Durch Erhebung und Auswertung von Atmung, EKG und Blutdruck ließen sich im Rahmen eines Biofeedbacksystems durch individuell angepasstes Training mit einem Stress-Piloten die Anpassungsfähigkeit bei hoher Belastung erfolgreich verändern. Ein kurzer Selbstversuch Rüddels vor dem Publikum, live eingeloggt in sein Biofeedbacksystem, sorgte für Auflockerung zwischendurch und ließ sowohl Mediziner als auch Laien hineinschauen in dieses Prinzip des Stress-Piloten. Die dargestellten Ergebnisse führten Rüddel zurück zur Einstiegsfrage: Ist Glück auf Knopfdruck möglich? Schlussendlich verneinte Rüddel seine Frage und erklärte den Zuhörern bekannte Prinzipien der Gesundheitsvorsorge: Gleichmäßiges Atmen und regelmäßige Bewegung seien bei aller Forschung und den Erkenntnissen der inneren Medizin noch immer gute Ratgeber, um den Umgang mit Stress und daraus folgend auch das Verhindern von Herzinfarkten zu unterstützen. Auch wenn „Glück auf Knopfdruck“ nicht möglich ist, würden in Zukunft in der medizinischen Forschung und Lehre weiter Energien in das Erforschen der Zusammenhänge zwischen physischen und psychischen Erkrankungen gesteckt, um neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Erstellt am 21.05.2015 von

Theologische Grundlagen und Beispiele für „DAS GUTE LEBEN“

„Ars Vivendi und Ars Moriendi bedingen sich!“



Würzburg (APS). Der zweite Kongresstag des 8. Internat. Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge in Würzburg unter dem Gesamtthema „DAS GUTE LEBEN“ stand am Vormittag ganz im Zeichen der theologischen Grundsatzarbeit.

Im ersten Hauptvortrag zeichnete Dr. Michael Rohde, Professor für Altes Testament am Theologischen Seminar Elstal bei Berlin, ein Gesamtbild des Verständnisses vom „guten Leben“ im Alten Testament. Leben heiße „sich und andere zu bewegen“. Leben heiße „atmen“, es sei als gegebenes Leben eine Gabe Gottes. Leben heiße „Überleben“, aufzubrechen und neu anzufangen. Ferner heiße Leben „in Beziehungen zu stehen“. Gutes Leben finde in Gemeinschaft statt. „Andere Menschen sind nicht zuerst Aushilfe oder Putzhilfe, sondern Lebens-Hilfe“, so Rohde. Leben heiße aber auch „Ansehen“; der Mensch lebe auf, wenn er öffentliches Ansehen und Ehre erfahre. Das Alte Testament verschweige aber nicht, dass das Leben auch „Sterben“ heiße, der Mensch wisse um seine Endlichkeit. "Ars Vivendi und Ars Moriendi bedingen sich", die Kunst zu leben könne es nicht ohne die Kunst zu sterben geben. Da das Leben mittendrin gefährdet sei vom Tod, könne "die Sehnsucht nach dem Tod die Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben sein." "Mitten im Leben können die Menschen einen sozialen oder emotionalen Tod erleiden."
Nicht zuletzt heiße „Gutes Leben“ im Alten Testament "alt und lebenssatt zu sterben". Der Mensch habe ein Ziel. Über allem heiße Leben aber „Gott zu loben! Der Mensch lebt vor seinem Schöpfer und soll ihm danken.“

Zu solch einem guten Leben brauche es Weisheit, die „mehr ist als Wissen.“ Weisheit brauche Orientierung und Lebensordnung. Gutes Leben sei ein gerechtes Leben, dessen Wege nach der Überzeugung des Alten Testamentes zu Gott führten.

Dr. Christian Möller, Professor für praktische Theologie an der Universität Tübingen, nahm im zweiten Vortrag des Vormittags mit dem Titel „Berufung und Lebensbild“ den Gedanken des Hauptthemas aus der Sicht der Lebensberufung auf. Er stellte Augustin und Martin Luther, zwei prägende Gestalten der Christenheit, den Zuhörern vor unter der Prämisse, dass das „Leben mit Berufung“ Kontur bekomme. Die Herausforderung laute „Sage mir, was Du für eine Berufung hast, und ich sage Dir, welches Bild vom Leben Du hast.“

In einer skizzenhaften Darstellung der Sinnsuche Augustinus machte er deutlich, dass sich aus dem „Sturm der Seele und Regengüssen aus Tränen“, aus einem gierig verbrauchten Leben bei Augustin letztendlich die Fähigkeit entwickelt habe, Leben im Glauben an Gott als Genuss zu verstehen. „Liebe zur Wahrheit macht Leben glückselig“, drücke aus, unter welche Vorgabe Augustin sein Leben und Wirken stellte.

In einem zweiten Beispiel ging Möller näher auf eine der lebensprägenden Erkenntnisse Martin Luthers ein; jeden Alltag und den Beruf als Berufung zu sehen und zu leben. Die herausfordernde Frage sei, ob das heutige Berufsverständnis im Sinne von „just a job“ nicht manche Lebensunruhe hervorrufe. Vielleicht könne die Frage helfen den ausgeübten Beruf zur Berufung zu machen. „Lebensqualität verändert sich durch entdeckte Berufung“, so Möller. Wegen der „engen Verwandtschaft in der deutschen Sprache zwischen ‚genug‘ und ‚vergnügen‘ beendete Möller seine Ausführungen mit der eingespielten Bachkantate BWV 84, „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“. So löste Möller sein anfangs gegebenes Versprechen ein, „Gutes“ im Sinne des Kongressthemas hörbar zu machen.

Für den Nachmittag des Kongresstages werden Prof. Dr. phil. Wilhelm Schmid (Berlin), freier Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Erfurt zum Thema „Das schöne Leben in der Philosophiegeschichte“ und der Kliniker Prof. Dr. med. Heinz Rüddel zum Thema „Glück auf Knopfdruck – Psychophysiologische Hintergründe der Glücksgefühle“ erwartet.

Erstellt am 21.05.2015 von Michael vom Ende

Meldungen vom 20.05.2015

Meldungen vom 20.05.2015Prof. Hans-Joachim Eckstein: Das gute Leben – das Gute leben

Eröffnungsvortrag des APS-Kongresses in Würzburg



Würzburg (APS). Im Eröffnungsvortrag des 8. Internat. Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge (APS) in Würzburg ging Dr. Hans-Joachim Eckstein, Professor für Neues Testament an der Universität Tübingen, auf die doppelte Bedeutung des Kongressthemas „DAS GUTE LEBEN“ ein. Unter der Überschrift „Das gute Leben – das Gute leben“ stieg Eckstein ein in dieses doppelsinnige Thema „DAS GUTE LEBEN“ und nahm die Zuhörer mit in die Welt des Johannesevangeliums. Das von Eckstein als schwierigstes Evangelium bezeichnete Buch reduziere „die Wirklichkeit nicht auf gutes Leben, obwohl vom Leben im Überfluss gesprochen wird. Nein, die Wirklichkeit der Gemeinde damals war bestimmt von Krise, Verdruss und Vergänglichkeit, von Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit, weil die Situation alles andere als rosig war.“

Eckstein führte sehr eindrucksvoll und rhetorisch herausragend ein in die johannäische Theologie – eine Darstellung von Gott als Schöpfer, den Menschen als Geschöpfe, Gott als das Leben, den Menschen als die Lebenden, Gott als die Liebe, die Menschen als Geliebte und Liebende, der Mensch als Gegenüber von Gott.

Eckstein fragte, ob es stimme, dass man gut im Hier und Jetzt lebe, wenn das Gestern nicht mehr greifbar ist und das Morgen in Hoffnungslosigkeit verschwindet? Was ist „Das gute Leben?“ „Der Evangelist Johannes setzt eine tiefe Sehnsucht nach Gott im Menschen voraus, der Mensch in dieser Sehnsucht ist der Gottesbeweis an sich; ein Evangelium als Spiegel des Trostes für Christen bis in unsere Zeit“, so Eckstein. Auch fehlten aktuelle Bezüge nicht im Vortrag Prof. Ecksteins, so z. B. seine eigene Berührtheit über die Ausstrahlung und den Mut jener Christen, die nicht trotz, sondern wegen ihres Glaubens in Verfolgung und Angst leben und doch nicht behaupten, kein gutes Leben zu haben. Als Begründung gab er an, „dass gutes Leben im Hier und Jetzt nur funktioniert, wenn der Blick auf das Dort und Dann der Ewigkeit sichtbar wird.“

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben“, habe Jesus den an ihn Glaubenden zugesagt (Joh. 10,10). Dieses „ewige Leben“ solle für sie schon hier und jetzt mitten in den Schwierigkeiten und Herausforderungen ihres Alltags beginnen. Damit vertröste er weder auf das Jenseits noch verbindet er den gegenwärtigen Glauben mit Traurigkeit, Verzicht und Selbstabwertung.

Sein Fazit: „Freilich finden sich viele Frömmigkeitsformen und Gottesbilder, die diesem positiven Lebensverständnis entgegenstehen. Was sind die Kriterien und Voraussetzungen für einen lebensfördernden, zuversichtlichen und beziehungsstärkenden Glauben? Wenn das „gute Leben“ hier mit Vertrauen und Zuwendung verbunden wird, welche Rolle spielen dann Beziehungen? Wie können wir selbst Menschen zu einem solchen Leben ermutigen? Der direkteste Weg zu einem glaubwürdigen Leben führt wohl über einen lebenswerten Glauben.“

Erstellt am 20.05.2015 von Michael vom Ende

8. Internationaler APS-Kongress in Würzburg eröffnet

Knapp 1.000 Teilnehmende beschäftigen sich mit „DAS GUTE LEBEN“


Würzburg (APS). Unter dem Thema „DAS GUTE LEBEN – Sehnsucht und Verantwortung“ findet vom 20. – 23. Mai 2015 der 8. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, erneut im Congress Centrum Würzburg, statt. Dr. Martin Grabe für die Veranstalter, Christian Schuchardt, der Würzburger Oberbürgermeister, und Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg, begrüßten die knapp 1.000 Teilnehmenden zur Eröffnung des Kongresses.

Das Thema sei bewusst doppeldeutig gewählt, so Dr. Martin Grabe, der 1. Vorsitzende des Vereins. Man könne „es verstehen als ‚Das gute Leben‘ – aber ebenso als ‚Das Gute leben‘.“ Philosophen, Dichter und Therapeuten fragten, „wie menschliches Leben eine vollendete Gestalt gewinnen“ könne. Hinzu komme für „christliche Denker die spirituelle Dimension. Das ‚gute Leben‘ mit all seiner Glücksverheißung und ‚das Gute (zu) leben‘ nähern sich auf eine faszinierende Weise einander an.“

Schuchardt hatte sich schon im schriftlichen Grußwort erfreut darüber gezeigt, dass der Kongress zum zweiten Mal in Folge in Würzburg stattfindet. Mit dem Hinweis auf das Juliusspital als das erste Modell eines Universitätsklinkums und der Gründung einer Abteilung zur Behandlung psychisch Kranker im Jahr 1583 biete die Stadt "für einen Kongress von Psychotherapeuten und christlichen Seelsorgern in vieler Hinsicht ein anregendes Umfeld". Diözesanbischof Hofmann zeigte sich fasziniert von der Vielschichtigkeit des gewählten Themas. Denn "ein gutes Leben wünschen sich viele, wenn nicht alle Menschen. Aber nur die wenigsten können genau ausdrücken, was das für sie heißt."

Auf die Kongressbesucher warten mehr als 100 Veranstaltungen wie Plenumsvorträge, Vortragsseminare, Praxis-Workshops, ein Konzert mit der Gruppe Gospel Convention und eine Fachausstellung. Veranstalter des Kongresses ist der eingetragene Verein „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“ (APS, Bad Homburg).

Der Veranstalter:
Veranstalter des Kongresses ist der eingetragene Verein „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“ (APS, Bad Homburg). Die Akademie sieht ihre Aufgabe darin, Begegnungen zwischen Psychotherapie und christlicher Seelsorge in Wissenschaft und Praxis zu fördern.
Sie möchte durch ihre Arbeit dazu beitragen, Sinn- und Werteorientierung in psychotherapeutisches sowie therapeutisches Wissen und therapeutische Methodik in seelsorgliches Denken und Handeln zu integrieren. Ziel ist, durch Austausch und gemeinsame Arbeit unter Therapeuten und Seelsorgern eine qualitative Verbesserung der Beratung und Behandlung von Ratsuchenden in beiden Fachgebieten zu erreichen. Die Veranstaltungen der APS stehen allen Interessierten offen.

Zu den Aktivitäten der APS gehören die alle zwei Jahre stattfindenden Kongresse, die APS-Jahrestagungen im jährlichen Wechsel mit den Kongressen, Tagungen und Workshops zu aktuellen Entwicklungen in der empirischen Forschung in Psychotherapie und Seelsorge, die Herausgabe der Zeitschrift „P & S – Magazin für Psychotherapie und Seelsorge“, Regionaltagungen, Hilfe bei der Gründung von Intervisionsgruppen sowie ein Informationsservice für Mitglieder.

Zum APS-Vorstand gehören Dr. med. Martin Grabe (1. Vorsitzender, Chefarzt der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik der Klinik Hohe Mark, Oberursel), Dr. med. Rolf Senst (Stellv. Vorsitzender, Chefarzt der psychosomatischen Fachklinik de´ignis , Egenhausen),
Doris Möser-Schmidt (Dipl.-Psychologin, Marburg), Olaf Kormannshaus (Dipl.-Psychologe und Pastor, Wustermark) und Dr. Martina Kessler (Theologin und psychol. Beraterin, Gummersbach).

Der Kongress in Zahlen:
• ca. 1.000 Teilnehmende, davon ca. 50 Tagesbesucherinnen und –besucher
• Teilnehmende aus 11 Nationen, vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch 12 Kongressstipendiaten aus Weißrussland, Russland, Litauen und Kenia
• ca. 50 Kongressmitarbeiter
• 40 Stände in der Fachausstellung
• sieben Hauptvorträge, 61 Vortragsseminare, 30 Praxis-Workshops, ein Gottesdienst, ein „Abend der Kultur und Begegnung“ mit einem Gospelkonzert
• 16 Fortbildungspunkte vergibt die Psychotherapeutenkammer Bayern für den Kongress als zertifizierte Fortbildung
• Ein Büchertisch der Stephansbuchhandlung

Erstellt am 20.05.2015 von Michael vom Ende

Meldung vom 05.05.2015

Fortbildungspunkte für Teilnahme - Programmänderung


Würzburg (APS). Zwei Wochen vor Beginn des 8. Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge vom 20. - 23. Mai im Congress Centrum Würzburg
hat die Psychotherapeutenkammer Bayern mitgeteilt, dass komplett am Kongress teilnehmende Psychologen und Ärzte Insgesamt 16 Fortbildungseinheiten (FE)-Punkte
bescheinigt bekommen können. Auch für Tagesgäste werden adäquat Punkte vergeben, genauere Informationen dazu erteilt das Tagungsbüro vor Ort.

Außerdem teilt der Veranstalter, die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS, Bad Homburg), mit, dass für das angebotene Seminar "Systemische Peratung -
Stärkung der Beziehung zu Gott, dem Nächsten und sich selbst" ein Referentenwechsel vorgenommen werden musste.

Für Kurzentschlossene ist die Anmeldung zum Kongress noch möglich. Infos und Anmeldung unter http://www.aps-kongress.de

--
APS-Kongress
Michael vom Ende (Pressesprecher)
Mobil: 0175 4165261
presse@aps-kongress.de
www.aps-kongress.de

DAS GUTE LEBEN - Sehnsucht und Verantwortung
20. - 23. Mai 2015 im CCW Würzburg
Erstellt am 06.05.2015 von

Meldung vom 30.04.2015

Meldung vom 30.04.2015"DAS GUTE LEBEN“ – Sehnsucht und Verantwortung

Wachsender Zuspruch zu 8. Intern. Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Würzburg



Würzburg (APS). Unter dem Thema „DAS GUTE LEBEN – Sehnsucht und Verantwortung“ findet vom 20. – 23. Mai 2015 der 8. Internationale Kongress für Psychotherapie
und Seelsorge, erneut im Congress Centrum Würzburg, statt. Auf die ca. 1.000 Teilnehmenden warten mehr als 100 Veranstaltungen wie Plenumsvorträge,
Vortragsseminare, Praxis-Workshops, ein Konzert mit der Gruppe Gospel Convention und eine Fachausstellung. Veranstalter des Kongresses ist der eingetragene Verein „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“ (APS, Bad Homburg). Die APS weist auf den wachsenden Zuspruch zum Kongress hin, der an den Anmeldezahlen abzulesen sei, die schon jetzt um mehr als 10 Prozent über denen des letzten Kongresses liegen.


Hochkarätige Referentinnen und Referenten

Hauptreferenten des Kongresses aus unterschiedlichen Disziplinen sind Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein (Tübingen), Prof. Dr. Michael Rohde (Elstal/Berlin), Prof. Dr. Christian Möller (Heidelberg), Prof. Dr. phil. Wilhelm Schmid (Berlin), Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Heinz Rüddel (Bad Kreuznach), Prof. Dr. Tatjana Schnell (Innsbruck) und Dr. Johannes Hartl (Augsburg). Verbindend für alle Beiträge ist das Kongressthema "DAS GUTE LEBEN - Sehnsucht und Verantwortung."

Das Thema sei bewusst doppeldeutig gewählt, so Dr. Martin Grabe, der 1. Vorsitzende des Vereins. Man könne „es verstehen als ‚Das gute Leben‘ – aber ebenso als ‚Das Gute leben‘.“ Philosophen, Dichter und Therapeuten fragten, „wie menschliches Leben eine vollendete Gestalt gewinnen“ könne. Hinzu komme für „christliche Denker die spirituelle Dimension. Das ‚gute Leben‘ mit all seiner Glücksverheißung und ‚das Gute (zu) leben‘ nähern sich auf eine faszinierende Weise einander an.“


Begrüßung durch APS-Vorsitzenden, Oberbürgermeister und den Bischof von Würzburg

Zur Kongresseröffnung werden Dr. Martin Grabe als 1. Vorsitzender der APS, der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt und der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Teilnehmer begrüßen. Schuchardt zeigt sich schon im schriftlichen Grußwort erfreut darüber, dass der Kongress zum zweiten Mal in Folge in Würzburg stattfindet. Mit dem Hinweis auf das Juliusspital als das erste Modell eines Universitätsklinkums und der Gründung einer Abteilung zur Behandlung psychisch Kranker im Jahr 1583 biete die Stadt "für einen Kongress von Psychotherapeuten und christlichen Seelsorgern in vieler Hinsicht ein anregendes Umfeld". Diözesanbischof Hofmann zeigte sich fasziniert von der Vielschichtigkeit des gewählten Themas. Denn "ein gutes Leben wünschen sich viele, wenn nicht alle Menschen. Aber nur die wenigsten können genau ausdrücken, was das für sie heißt."


Einführungsvortrag: Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein

Den Einführungsvortrag zur Gesamtthematik des Kongresses "DAS GUTE LEBEN - Sehnsucht und Verantwortung" wird Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein halten. Er ist Professor für Neues Testament an der Universität Tübingen. Bekanntgeworden ist er duch seine Vortragstätigkeit, seine zahlreichen Veröffentlichungen und seine Gemeindelieder. Auf der Grundlage der Aussage von Jesus Christus "Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben" werde klar, dass der christliche Glaube weder auf das Jenseits vertröste noch mit Traurigkeit, Verzicht und Selbstabwertung zu verbinden sei.


Abend der Kultur und Begegnung

Innerhalb des Kongresses steht am Freitag, dem 22. Mai, um 20 Uhr ein "Abend der Kultur und der Begegnung" mit einem Konzert der Gruppe "Gospel Convention" auf dem Programm. Die Gruppe aus 11 Vokal- und Instrumentalmusikerinnen und -musikern will die innere Verbindung des GUTEN LEBENS mit der Freude und der Emotion deutlich sicht-, hör- und fühlbar machen.


Anmeldung weiterhin möglich

Infos zur Thematik, zu den Preisen und zur Anmeldung zum Kongress sind unter www.aps-kongress.de verfügbar. Neben der kompletten Teilnahme am Kongress können Interessierte auch vor Ort Tageskarten für Donnerstag und Samstag (80 bzw. 40 Euro) und die Konzertkarte für 12 Euro erwerben.


Pressekontakt:
Michael vom Ende
Pressesprecher
Mobil: 0175 4165261
presse@aps-kongress.de

Erstellt am 30.04.2015 von Michael vom Ende

Meldung vom 25.03.2015

Frühbucherrabatt läuft zum 31.03.2015 aus

Bis zum 31. März 2015 gilt noch der Frühbucherrabatt von bis zu 13 Prozent, dazu kommt eine Ermäßigung für APS-Mitglieder.

Infos, Preise und die Anmeldung zum Kongress sind unter www.aps-kongress.de wie auch eingeschränkt im APS-Sekretariat (Am Grohborn 10, 35066 Frankenberg, Tel.
06451 210904, info@akademieps.de) verfügbar.


Erstellt am 25.03.2015 von Michael vom Ende, Pressesprecher APS-Kongress

Meldung vom 25.03.2015

„DAS GUTE LEBEN“ – Sehnsucht und Verantwortung

8. Intern. Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Würzburg



Würzburg (APS). Unter dem Thema „DAS GUTE LEBEN – Sehnsucht und Verantwortung“ findet vom 20. – 23. Mai 2015 der 8. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge,
erneut im Congress Centrum Würzburg, statt. Auf die ca. 1.000 Teilnehmenden warten mehr als 100 Veranstaltungen mit Plenumsvorträgen, Vortragsseminaren, Praxis-Workshops,
einem Konzert mit der Gruppe Gospel Convention und einer Fachausstellung.

Hauptreferenten des Kongresses aus unterschiedlichen Disziplinen sind Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein (Tübingen), Prof. Dr. Michael Rohde (Elstal/Berlin), Prof. Dr. Christian Möller (Heidelberg), Prof. Dr. phil. Wilhelm Schmid (Berlin), Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Heinz Rüddel (Bad Kreuznach), Prof. Dr. Tatjana Schnell (Innsbruck) und Dr. Johannes Hartl (Augsburg). Veranstalter des Kongresses ist der eingetragene Verein „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“ (APS, Bad Homburg).

Das Kongressthema sei bewusst doppeldeutig gewählt, so Dr. Martin Grabe, der 1. Vorsitzende des Vereins. Man könne „es verstehen als ‚Das gute Leben‘ – aber ebenso als ‚Das Gute leben‘.“ Philosophen, Dichter und Therapeuten fragten, „wie menschliches Leben eine vollendete Gestalt gewinnen“ könne. Hinzu komme für „christliche Denker die spirituelle Dimension. Das ‚gute Leben‘ mit all seiner Glücksverheißung und ‚das Gute (zu) leben‘ nähern sich auf eine faszinierende Weise einander an.“

Infos, Preise und die Anmeldung zum Kongress sind unter www.aps-kongress.de wie auch eingeschränkt im APS-Sekretariat (Am Grohborn 10, 35066 Frankenberg, Tel. 06451 210904, info@akademieps.de) verfügbar. Bis zum 31. März 2015 gilt noch der Frühbucherrabatt von bis zu 13 Prozent, dazu kommt eine Ermäßigung für APS-Mitglieder. Neben der kompletten Teilnahme am Kongress können Interessierte auch Tageskarten und die Konzertkarte gesondert buchen.


Pressekontakt:
Michael vom Ende (Pressesprecher)
Mobil: 0175 4165261
presse@aps-kongress.de

Erstellt am 25.03.2015 von Michael vom Ende


zurück